Der blaue Planet von oben
"Google Earth" fasziniert inzwischen Millionen Internetnutzer mit
tollen Satellitenfotos von der Erde. Doch auch "Nasa World Wind"
ist ein optischer Genuss.
Foto-Show
NASA World Wind
Detailaufnahmen der Erdoberfläche
Das kostenlose Tool der amerikanischen Raumfahrtbehörde
zapft unter anderem eine Reihe von eigenen Satelliten an und
bringt wie der Konkurrent hoch auflösende Detailaufnahmen
der Erdoberfläche auf den PC-Bildschirm. Dazu gibt's
interessante Klima-Karten und allerlei andere anschauliche
Animationen, so dass besonders Hobby-Geographen auf ihre Kosten
kommen.
Entfernungen messen Nach eigenen Angaben
haben die Entwickler in der aktuellen Version
überflüssigen Programm-Code entfernt. Zudem wurde die
Software um ein Tool zur Messung der Entfernung erweitert und ein
Problem mit der Skalierung von Icons behoben.
Geographische Zusatzinfos
Die Nasa-Server liefern zum Teil ausgesprochen detaillierte
Bilder. Abhängig von der ausgewählten Region erreichen
die Fotos eine Auflösung von bis zu einem Meter pro Pixel.
Die gezoomten Fotos lassen sich auf der Festplatte speichern. Auf
Wunsch blendet das Programm Ländergrenzen, Orte und
Positionsangaben ein. Einen besonderen Reiz stellen diverse
Animationen zu geographischen Prozessen dar, etwa zur
Schneebedeckung im Jahresverlauf oder zur Ausbreitung von
Waldbränden.
Bilder vom Mond Gegenüber dem
großen Konkurrenten Google Earth führt die Software
der amerikanischen Raumfahrtgesellschaft NASA bislang eher
ein Schattendasein. Diese bietet jedoch gegenüber Google
Earth auch Vorzüge: NASA World Wind ist wissenschaftlicher
und zeigt nicht nur Bilder von der Erde, sondern auch vom Mond.
Die Software liefert Bilder von verschiedenen Satelliten,
darunter auch meteorologische Aufnahmen, topografische Ansichten
und Klimakarten.
Schneller PC erforderlich Das Programm
greift auf die riesige Menge
von rund fünf Terabyte Daten zu. Dazu
gehören neben Satelliten-Daten auch Luftaufnahmen und
topographische Karten. Diese Masse an Informationen lässt
sich natürlich nicht an einem Stück übermitteln,
sie wird deshalb in Kacheln unterteilt und nach Bedarf
nacheinander geladen.
Flotte Grafikkarte erwünscht
Der Rechner sollte über eine möglichst schnelle
Internet-Verbindung verfügen und mit einer flotten
3D-Grafikkarte ausgerüstet sein. Mehrere Gigabyte freier
Festplattenspeicher sind von Vorteil. Darüber hinaus
benötigt Nasa World Wind DirectX 9 und .NET-Framework von Microsoft.
Alternativen Google Earth bietet viel Komfort und zahlreiche
neue Funktionen. Die Bildqualität vieler Länder,
darunter auch Deutschland, wurde weiter verbessert. Dies betrifft
vor allem die größeren Städte, wo Sie dem
Nachbarn nun wirklich bis tief in den Vorgarten sehen
können. TerraClient und USAPhotoMaps greifen auf Luftaufnahmen und
Kartenmaterial von Microsofts TerraServer Web-Seite zurück.
Sie können jeden Ort innerhalb der USA betrachten und die
Satellitenaufnahmen ausdrucken. Desktop Earth ist ein Wallpaper-Generator, der
hochauflösende Bilder unseres Planeten auf den Bildschirm
bringt. Der Windows-Desktop wird dabei in bestimmten
Zeitabständen mit aktuellen Satellitenaufnahmen versehen.
Fazit
Nasa World Wind bringt hoch auflösende Detailaufnahmen der
Erdoberfläche auf den Bildschirm. Wer wissenschaftlich
aufbereitetes Material und scharfe Bilder aus den USA bevorzugt,
sollte somit zu NASA World Wind greifen. Außerhalb der USA
liefert hingegen Google Earth meist die schärferen
Bilder.
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